Metzeler Z4 vs. Michelin PilotPower (PiPo)

Vom Werk her wird die MT-01 (jedefalls 2005/06) mit der Metzeler Z4 Bereifung bestückt.
Diese ist zwar nicht schlecht aber bei beherzteren Einsatz (und das kommt irgendwann von selbst) dann doch grenzwertig.
So verfügt der Z4 keine sonderlich gute Naßeigenschaft, die Rückmeldungen sind oft schon Tatsache und irgendwie drängt sich die Vermutung auf, man habe halt einen "Durchnittsreifen" der eben zu alle passt montiert.

Wer mehr Spass, Sicherheit und hervorragende Grip-Eigenschaften bei Nässe und Trockenen erleben möchte, dem rate ich zum PilotPower von Michelin! Auch wenn dieser Reifen auf der MT-01 kein wirklich langes Leben haben wird (ca. 4-6000km, je nach fahrweise), das liegt schon am mächtigen Drehmoment, so vergibt er der "Dicken" einen wahren Mehrwert an Handling, Laufruhe und Schräglagereserven... ach ja und kaum Aufstellmoment bei Bremsungen in der Schräglage!

Leider habe ich keine Vergleiche zu unzähligen anderen sicherlich auch guten Bereifungen aber eines ist sicher, der "PiPo" ist 1a zum Kurvenfressen!
Preise liegen mittlerweile bei gut unter 300,- Euro inkl. Montage (Hinterrad) - nicht der Günstigste aber ein sehr guter Gummi!
Eine ABE (.pdf 55kb) für den Michelin PilotPower liegt vor.

Reifendruck (Solobetrieb):
Vorne 2,5 bar
Hinten 2,9 bar

Aus MT-Fahrerkreisen ist immer wieder auch die Rede vom Michelin PowerRace CT - eine Two-Compound-Technologie (zwei Gummimischungen) sollen noch höheren Grip aber auch Verschleiß garantieren.
Ich hörte aber auch schon von Fahrern dieses Reifens, dass auf der MT-01 kein großer Vorteil mehr zu erkennen sei. Im Gegenteil, noch höherer Verschleiß und aufgrund der weicheren Mischung neigt der CT zum "Schmieren" (wohl aufgrund des hohen Gewichtes und des gnadenlosen Drehmoments).

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Optimierung der Beleuchtung

Vorrangig geht es hier um den "Totenkopf-Scheinwerfer" und dessen Optimierung der Leuchtkraft.
Bekanntermaßen ist die Ausleuchtung des MT-01 Abblendlichts nicht besonders gut. Warum, kann ich nicht sagen. Ggf. sind es die eher minderwertigen Leuchtmittel die zum Einsatz kommen, denn durch einen Tausch der Leuchtmittel mit identischen Werten (51W/55W) erreicht man eine bis zu 50% bessere Ausleuchtung! Das kann ggf. den einen oder anderen "Rutscher" verhindern da man einfach mehr von seiner Umgebung sieht und schneller reagieren kann.

Die "Leuchtmittel-Optimierung" ist sicherlich die einfachste, günstigste und vor allem eine erlaubte Maßnahme um aktive Sicherheit zu erhöhen. Gerade wer bereits Xenon-Licht am Auto gewohnt ist, der weiß es noch mehr zu Schätzen etwas mehr Licht an der MT zu haben als der Hersteller mit liefert.

Ziel:
1) Mehr Leuchtkraft bei Abblendlicht und Fernlicht und eine stärkere Kontour des Standlichtes (Totenkopf)
2) Die deutlich höhere Leuchtkraft muß im STVO-Zulassungsbereich bleiben
3) Verwendung von "weißen" Licht - kein Pseudo-Blau wie Xenon-Leuchtmittel (das sieht albern aus, finde ich...)

Welche Leuchtmittel sind im Frontscheinwerfer?
Abblendlicht: 1x HB4 - 9006 Halogen, Sockel P22d, 51W, 12V
Fernlicht: 1x H7 Halogen, Sockel PX26d, 55W, 12V
Standlicht: 3x W5W mit Glassockel (W2, 1x9,5d), 5W, 12V

Was wurde unternommen um mehr Leuchtkraft zu erreichen?
Es wurden die Standard-Leuchtmittel durch z.B. NARVA Spezialleuchtmittel getauscht! Das war es!
Kostenpunkt für beide Leuchtmittel etwa 20,- Euro
Umbauzeit 20min.

Siehe unten: Vergleich der Leuchtmittel

HB4H7HB4BVH7PB
Links, das Standard Leuchtmittel von Yamaha. Rechts die BlueVision bzw. PowerBlue Leuchtmittel von z.B. NARVA.

Optischer Vergleich:

HB4StdAction HB4BVAction
Links: Standrad Yamaha Leuchtmittel. Rechts: Spezialleuchtmittel z.B. von NARVA

Einblicke auf die Rückseite des MT-01 Scheinwerfers.


Doppelsitzbank in Verbindung mit Akrapovic & Carbonverkleidung.

Eine ganze Weile hörte man immer: Entweder Einzelsitzbank in Verbindung mit Stage 1 (Akras, kurzes Heck und Carbonabdeckung - siehe Bild unten links) = ohne Soziusfußrasten, klar, oder Doppelsitzbank mit Akras in den Serienauspuff-Verkleidungen zzgl. der speziellen Endringe die einen sauberen Abschluß der dann "versteckten" Akrapovic garantieren. So wurden auch die Editions-Modelle von Yamaha ausgeliefert (Bild unten rechts).

Stage1 Stage1Tueten

Es geht auch anders. Man kann die "offenen" Akras (wie auf Bild links oben) auch in Verbindung mit dem Doppelsitzer (Standard) verwenden. Nicht jeder will ausschließlich Solo die "Dicke" geniesen aber auch in den Genuß der schönen Akras mit Carbonverkleidung kommen.

Was ist zu tun?
Falls das Original-Heck bleiben soll muß man etwas Hand dranlegen und ein wenig "Kunststoff" an den Seiten abnehmen.
Die Auspuffverkleidungen quasi vom Heck befreien ;-) damit das Heck auch weiterhin bündig mit der Sitzbank abschließt.
Ich habe dieses Problem damit gelöst, dass ich gleich auch das Heck gewechselt habe - wie man (unten links - danke "Pre" für dein Bild!) sieht, muß man das aber nicht!
Übrigens verwende ich das Hesa Heck - Geschmacksfrage eben. Technik und Verarbeitung des Hesa-Hecks ist einwandfrei. Hatte allerdings gleich zu Beginn zweimal die Rückleuchte wegen Materialfehler wechseln müssen - kommt vor...
Das Hesa-Heck kann an vorhandenen Befestigungspunkten verschraubt werden.

AkraSerienheck AkrasHesa

Viel entscheidender ist aber die Anbringung der Fußrasten, die ja durch die Akrahalterungen bzw. Carbonhalterungen vorne in Fahrtrichtung gesehen offensichtlich nicht mehr anbringbar sind.
Dazu muß die "Carbon-Verkleidungshalterung" aufgebohrt werden und dann können die Fußrasten mit längeren Schrauben wie gehabt angebracht werden (siehe unten links). Befestigungspunkte Corbonverkleidung von oben gesehen (unten rechts).

CarbonFussrastenhalterung CarbonFussrastenmontage_o

...und so sieht meine Soziussitzbank mit Stage 1 aus:

Stage1Doppelsitzer

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Akra-Sound-Tuning mit "Slac-Eater"

Bekanntermaßen gibt es die MT-01 in der Ldt. Edition bereits mit den Akrapovic Stage 1 oder eben auch als Nachrüst-Option.
Man unterscheidet Stage 1, 2, und 3 - Stage 1 ist mit Straßenzulassung und bringt außer einem besseren Sound und Optik keine nennenswerte Performance-Vorteile außer man verwendet zusätzlich einen PC (Power Commander) - möglichst individuell eingemessen.
Stage 2 und 3 (Stage 3 steht auch für zusätzliche diverse Motor-Tuning-Umbauten inkl. der Stage 2 Anlage) sind Tuning-Optionen für die Rennstrecke und - ich sage mal, offiziell nicht zulassungsfähig.
Dies liegt auch unter anderen daran weil die Stage 2/3 keine EXUP Walze besitzen, kein Katalysator mehr vorhanden ist und Krümmerquerschnitte größer sind.
Die EXUP Walze verhilft neben etwas mehr Drehmoment im unter Drehzahlbereich auch zu geringeren Schalldruck sofern die Drehzahl konstant bleibt. Eigentlich ein Trick, denn man misst laut Vorschrift bei konstanter Drehzahl.
Selbst die Harley-Fraktion kommt mit den 2007er Modellen und dieser Lösung wieder zu einem ehrlicheren Harley-Sound.

Nachdem sich einige MT-01 Forummitglieder viel Kopfzerbrechen über Lautstärke, besseren Sound und ggf. Leistungserhöhung bzw. womöglich -verluste gemacht haben, ist dabei auch vieles an Erfahrung diesbezüglich an mich gelangt.
An dieser Stelle ein "Dankeschön" an die Mitentwickler & Tester!

Mein Ziel war es, dem eh schon reichlich coolen Kodo-Sound ein wenig Feinschliff zu geben.
Problemstellung: Die Akras hatten zwar einen knackigeren, sprich auch subjektiv wahrgenommen lauteren Sound, der aber nicht mehr das ganz tiefe "Donnern" der originalen Schalldämpfer hatte. Auch waren (mir) die originalen Eater der Akras, obwohl lauter als die Original-Auspufftöpfe, einen Tick zu leise. 94 dB solten es schon sein... weil erlaubt.

Also habe ich mich mit den bereits herausgefundenen Erfahrungen und ein paar weiteren Tests von mir an einen "Metallbauer" gewagt und ihn gefragt ob man da nicht ein paar Testexemplare anfertigen lassen könne. Gesagt, getan.
Mittlerweile wurden die Slac-Eater ein begehrtes "Sound-Tuning-Accessory".

Slac-Eater

Was unterscheidet den "Slac-Eater" vom Serien-dB-Eater?

Die Materialstärke ist dicker, die Aufspreitzung hinten ist größer und der Durchmesser ist größer = besserer Sound im gesetzlich erlaubten Lärmpegelbereich!

Technische Details:

Sound: Dumpfer grollender Sound mit einen Tick mehr Schalldruck als die Standard-Eater von Akrapovic
Material: Edelstahl in stabilerer Ausfertigung unter Berücksichtigung aller relevanten Toleranzen - passgenau!
Maße: Länge 120mm, Durchmesser Innen 38-39mm, außen 41mm, Aufspreizung hinten 44 mm
dB Werte: Standgeräusch: 78,1 dB - Nenndrehzahl 3563 U/min: 94,2 dB (94 dB sind eingetragen)
Zum Vergleich die Serien-Eater: Standgeräusch: 72,4 - Nenndrehzahl 3563 U7Min: 90,9 dB

Typenbezeichnung am Rahmen vorne rechts (in Fahrtrichtung)
Typenschild

Alle Werte sind natürlich einer gewissen Streuung unterworfen und auch die Messbedingungen haben eine entscheidende Auswirkung auf die Meßergebnisse. Darum sind die hier angegebenen Werte als nicht generell verbindlich anzusehen.
Weiters ist zu beachten, dass im Laufe der Zeit die Endtöpfe "ausbrennen" und dadurch die Lautstärke zunehmen kann.

Slac-Eater_eingebaut

Slac-Eater als .mp3 zum Download.
Dieses File ist das "Master" - sind also paar Pausen drin... ;-)


Neben dem Slac-Eater entstanden noch zwei andere Varianten:

Slac-Eater_Familie

- Nachbau des Serien-Eater (ca. 3-4 dB leiser als Original bei unveränderten Sound)
- Show-Eater (100 dB, sehr satter Sound, bricht die sonst auch noch hohen Frequenzen die entstehen wenn man ohne Eater fährt. Ansonsten nahezu ähnlich laut.)
Alle anderen Versuchsversionen waren entweder nur laut oder hatten indiskutable Sounds erzeugt.

Übrigens: Ohne Eater erzeugt die Stage 1 Akrapovic einen Lärmpegel von 101,7 dB (Wenn die EXUP Walze offen ist werden bis zu 105 dB gemessen.)

Woher bekomme ich einen Satz Slac-Eater?

Klar, von mir! Wer Interesse hat schickt mir eine kurze Mail mit dem Betreff "Slac-Eater" an slac@wob.ag.
Preis 130,- Euro inkl. Versand. Lieferzeit beträgt ca. 14 Tage falls nicht vorrätig.

Auszug der "Feedbacks" von Slac-Eater-Fahrern

habe jetzt auch mal 500 km Soundcheck gemacht am WE
das Ergebnis is perfekt,
schön Dumpf etwas lauter... Cool
zur Leistung kann ich nichts sagen,
ausser das immer noch weit mehr als genug Dampf da is !
__________
Habe heute die erste längere Tour durch die Eifel mit den neuen db-eatern gemacht....
muss sagen, die Dinger sind jeden cent wert! Der Sound ist jetzt einfach geil!
__________
@ all-slac-eater-fahrer!
gestern hatte ich ja wohl einen geilen auftritt!
in "meiner" region findet jeweils am donnerstag ein motorradtreffen statt, wo sich regelmässig gegen 500 bikes tummeln... so, nun hat es sich für mich wieder mal ergeben (nach scheisswetter und sonstigem stress), dass ich gestern mal hin gekommen bin...

war in einer gruppe von sieben maschinen - vorwiegend selbstgeschraubte harleys, mit 300er reifen usw., ah ja, und zwei buells - als einziger "japse" der exote...

als wir dann beim parkplatz ankamen, und ich mich mit ein paar heftigen gasstössen eingeordnet hatte, passierte was ganz geiles: abgestiegen, und schon mal fünf leute um mein bike! "was ist das denn für eine maschine? ist die legal, so wie die tönt? ich hab' dich ja schon von weitem kommen hören! wo gibt's die? wieviel kubik hat die? 1000ccm? ja klar Smile ..." ich habe mir fast den mund lahm gequasselt... (leider war ich der einzige mit mt - habe noch eine orange vorbeifahren gesehen! ev. vom forum?)
die harleys und buells waren dann nur noch statisten Twisted Evil Twisted Evil Twisted Evil
__________
die neuen Eater haben den Alpentest bestanden Daumen hoch Big jetzt besteht kein
Bedarf mehr die Eaters rauszuschrauben. Sie verursachen ein Donnergrollen, ohne zu laut und aufdringlich zu sein. Auch die vielen Schandis aus dem Ösiland fühlten sich nicht gestört Laughing
__________
samstag habe ich die db-eater erhalten, gleich montiert und ne runde durch den spessart gedreht.
habe jetzt so`n komisches grinsen im gesicht, das nicht mehr weggeht.
der sound ist genial, schön dumpf und mächtig
fazit: teile sind jeden cent wert, da sie auch top verarbeitet sind.
__________
... endlich mit ruhigerem Gewissen durch die Gegend ballern. Bin bisher ohne die db eater gefahren. War auf Dauer doch krass zu laut. Der sound mit den neuen eatern ist satt -dunkel- geil. Jeden Cent Wert.
__________
Teile sind gestern angekommen, heute habe ich sie reingeschraubt.
Ich kann dazu nur sagen: Dein Metaller hats drauf.
Schön dass es Leute wie Dich gibt, die auch an andere denken !!!
__________
"schöne Ware,beste Verpackung,schnellster Versand und netter Kontakt;ein Top-Ebayer!" Laughing

Meine Eater sind heute eingetrudelt.Sie sehen sehr gut aus,müßten also von der Optik als orginal durchgehen,spätestens wenn sich die Rohrinnenseite durch zu fette Verbrennung schwarz verfärbt hat und somit kleine Schleif-/Drehspuren optisch beseitigt sind.
Passform ist auch prima - auf zur Proberunde!

Obwohl ich schon vorher 120/37innen-Eater montiert hatte,erscheinen mir die Slac'schen Exemplare mit 118/38innen als soundtechnischer Fortschritt.Ich führe das auf die Aufweitung am Ende zurück (wie schon an anderer Stelle von Mars erwähnt) die meine alten Eater nicht aufweisen konnten.
Speziell bei höheren Geschwindigkeiten (mehr Windgeräusche) kommt mir der Sound nun noch besser am behelmten Ohr zur Geltung.Dabei tönt es schön dumpf,ohne übertrieben laut zu wirken.
Leistungtechnisch kann ich keine Aussage machen,ist mir persönlich aber auch egal. Wink .Verbrauch ist zumindest unverändert.

Fazit:
Für die Soundfetischisten sind die Slac'schen Eater eine lohnende Investition.
Und meine alten 120/37 werden nun zu weiteren Tüfteleien vergewaltigt. Laughing
Nochmal vielen Dank,Slac,für die saubere Fortführung dieses Thread-Gegenstandes Exclamation Exclamation
__________
Ich habe heute die Slac-Eater empfangen und sie sehen sehr solide aus. Und viel wichtiger..., sie klingen großartig Wink
__________
hallo silvio,
deine Sendung ist am Freitag eingetroffen und ich habe die eater gestern Nachmittag ausgetauscht. Super Finish und tadellose Passform, der Einbau war schnell erledigt.
So, und dann angeschmissen die Hübsche ... und boah !! Wirklich klasse, direkt schon im Stand.
Dann die Straße rauf und runter und immer wieder (mehr geht ja vor März leider nicht). Ich denke schon jetzt, das ist eine wirkliche Bereicherung.

Also, nochmals vielen Dank für die Teile mit dem unschlagbaren Preis/Leistungverhältnis.
__________
Hut ab !!! Shocked Kommt da eine Musik raus!!!!
Alles dreht sich um, die Dosenfahrer ziehen beim überholen wie die Schildkröten vor Schreck die Köppe ein.
Und das sind 94db?? Mensch Meier. Bin mal auf das erste Zusammentreffen mit der grünen Rennleitung gespannt. Teuflisches OK


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17/39 vs. 16/41 (17/43) oder "Leistungstuning für Arme ;-)"

Im MT-01 Forum wurde schon viel diskutiert und ich habe mir mal erlaubt aus diesen Erkenntnissen und meiner Erfahrung hier quasi zusammengefasst den Umbau zu dokumentieren.
Ausgangsituation ist eine MT-01 Rockslac ohne technische Modifikationen bei Motor und Antrieb (Ausnahme Slac-Eater, PC wie unten beschrieben ;-).

Die Theorie:

Leistungsveränderung (rechnerisch):
Serienübersetzung: Ritzel = 17, Kettenrad = 39
Zielübersetzung: Ritzel = 16, Kettenrad = 41
Ergebnis = Dabei ergibt sich eine Mehrleistung am Hinterrad bei gleicher Geschwindigkeit von 11,7%
Nachteil: Endgeschwindigkeit verringert sich dementsprechend.

Wer nun denkt - nur das Ritzel wechseln bewirkt schon viel, der wird enttäuscht sein - 6,3% theoretischischer Kraftzuwachs sind dann doch einen Tick zuwenig. Anders verhält sich das alleinige wechseln des Ritzels wenn man dazu die Leistung durch einen PC (Power Commander) erhöht. Dann hat man je nach "Einmessung" ggf. sogar noch mehr Leistung bei höherer Endgeschwindigkeit... (soweit die Theorie)

Referenz für die theoretischen Werte sind Tachokonverter.de und Kaalsoft.de.

Hier zur Veranschaulichung zwei GearData-Plots:

Plot 17x39
Serienübersetzung: Ritzel 17, Kettenrad 39

Plot 16x41
Modifizierte Übersetzung: Ritzel 16, Kettenrad 41

Hinweis: Natürlich haben die ermittelten Werte einen rein theoretischen Charakter. Nicht berücksichtigt wird bei der Berechnung Luftwiderstand, Reibungsverluste,  Toleranzen der Reifengrößen sowie Leistungs- und Drehmomentverlauf des Antriebs.

Die Praxis:

Erstmal vorweg: Egal was uns die Zahlen und Plots sagen - die MT-01 geht in allen Drehzahlbereichen um einiges "williger" ans Werk.
Die Investition beläuft sich um die 130,- Euro sofern man den Umbau nicht selbst durchführen möchte. Ein Schnäppchen für rund 12% mehr Power! Für "Selberumbauer" sind ca. 80,- Euro aufzubringen.
Natürlich ohne z.B. einen speedohealer für ca. 80,- den man zur Tachoangleichung benötigt!
Aber zum Einbau des Speedohealers an anderer Stelle mehr (siehe Menü).

Subjektiv betrachtet hat es den Anschein, dass zwischen 1000 U/min und 5500 U/min überhaupt kein Leistungsmangel mehr besteht (naja, war auch vorher schon üppig). Man bewegt sich zwar ständig um 4-500 U/min höher als zuvor um vergleichbare Geschwindigkeiten zu erreichen aber der Vortrieb ist jederzeit und brachialer als zuvor abrufbar.
Im unteren Bereich nehmen die Vibrationen ab. Hat wohl mit der höheren Leistungsentfaltung am Hinterrad zu tun (kürzere Übersetzung = (noch) mehr Kraft am Hinterrad).
Der Motor wirkt einfach "dynamischer" als wollte er fragen "he, hast du 50kg abgenommen?"... oder, im Soziusbetrieb fühlt sich die MT-01 an als wäre man Solo!

Meine Meinung - es lohnt sich! Klar spürbare Mehrleistung zwar auf Kosten der Endgeschwindigkeit und etwas mehr Verbrauch (Mehrverbrauch liegt bei 0-0,5 l/km - je nach fahrweise) zu moderaten finanziellen wie technischen Aufwand.

Leistungsdiagramme (einmal ohne und einmal mit PC) reiche ich demnächst nach.

Erste Erfahrungen mit PC in Verbindung mit 16/41

Noch verwende ich den PC (PowerCommander) mit der Standard-Map (M414-502.djm MT-01 European Model
"MT Performance Stage 1" Akropovic slip-on Exhausts, Stock Air Filter, O2 Sensor Disconnected) allerdings entgegen der Beschreibung von Dynojet "mit angeschlossenen O2 Sensor" - doch dazu mehr unter Menü "Power Commander".

Schon der unter Std-Map agierende PC in Verbindung mit der 16/41er Übersetzung ist eine ganz feine Sache. Die MT-01 liegt noch spontaner am Gas und das ab 1000 U/min - kein ruckeln auch bei untersten Umdrehungen trotz Last - dreht jederzeit beherzt in den roten Bereich und was mir persönlich am wichtigsten war: Kein Magerruckeln mehr. Der Motor war schon durch die geänderte Übersetzung "entspannter" aber durch den PC wirkt er nahezu seidenweich - unglaublich für einen V2.

Die Leistungssteigerung ist maginal - im oberen Drehzahlband so ab 2500-3000 U/min aufwärts fühlt sie sich subjektiv spritziger an.

Verbrauch: Ich konnte keinen tatsächlich nachweisbaren Mehrverbrauch messen. Dazu ist mein Fahrverhalten zu volantil ;-)

Wie gesagt mit Std-Map. Eine fachgerechte Individualeinmessung wird garantiert nochmal erheblich Zusatzleistung bringen.
Wie sich das dann auswirkt und ob eine wieder etwas veränderte Übersetzung sinnvoll wird, erfährt ihr demnächst!

Umbau des Ritzels und Kettenrades

Zur Verwendung kam ein Stahl-Ritzel mit 16 Zähnen und ein Alu-gefrästes Kettenrad mit 41 Zähnen.
Gleich vorweg: Die Kette muß keiner Veränderung unterzogen werden. Länge paßt - allerdings wenn die Kette weit mehr als 10.000 km hinter sich hat ist ein Tausch der Kette ratsam.

Zum Umbau müssen logischerweise das Hinterrad, Kupplung und je nach Ausstattung diverse Abdeckungen entfernt werden.
Bei meinem Umbau (den ich übrigens habe machen lassen weil ich (noch) kein passendes Drehmomentwerkzeug besitze) wurde wie bereits erwähnt das 17ener Ritzel durch ein 16ener ersetzt und das Stock-Stahl-Kettenrad mit 39 Zähnen durch ein Alu-41er getauscht.

Dabei ist wirklich nur erwähnenswert, dass sämtliche Sicherungsmuttern ausschließlich überprüft werden ob diese ihren Job noch erfüllen und wenn dies zutrifft man sie bedenkenlos wiederverwenden kann. Hier handelt es sich nicht um "Einweg-Sicherungsmuttern"!

WICHTIG: Ritzel-Mutter muß unbedingt wieder durch die Performation des "Sicherungsbleches" in eine Kerbe erfolgen. Dies gilt für beide verfügbaren Kerben!

Serien-Ritzel mit 17 Zähnen
Ritzel

Austausch-Ritzel mit 16 Zähnen
16ener Ritzel

Auffällig: Das neue Ritzel hat keine Hartgummidämpfung. Am Original-Ritzel sorgt diese Gummibeschichtung (ca. 0,5mm) an beiden Seiten des Ritzels für eine Geräusch- und Vibrationsdämpfung - mehr aber auch nicht.
Eine funktionale Einschränkung gibt es bei fehlender Gummidämpfung nicht.
Das diese Dämpfung Sinn macht bzw. machte hört man direkt nach der ersten Ausfahrt nach dem Umbau. Das "Abrollgeräusch" der Kette über das Ritzel ist nun etwas stärker hörbar (besonders im Schiebebetrieb bzw. bei gezogener Kupplung und zügigem "rollen lassen"). Ich persönlich empfinde dieses "neue" Geräusch eigentlich nicht erwähnenswert aber wenn man es nicht zuordnen kann mag es irritieren.
Wer mit einer verstellbaren Rizoma-Fußrastenanlage fährt wird bei gewissen Drehzahlen eine leichte Vibration spüren. Was er sowieso generell spürt, da die Tuning-Fußrastenanlage im Gegensatz zur Serie keine Gummidämpfung hat.

Alternativ kann man auch ein 17ener Ritzel (das Originale) und ein 43er Kettenrad verwenden. Damit erreicht man nahezu dieselbe Übersetzung wie 16/41 (-1,3% - also ein Leistungsplus gegenüber Serienübersetzung von 10,4% statt 11,7%).
Bei dieser Übersetzungvariante muß die Kette um min. 3 Glieder gegenüber der Originalkette verlängert werden!

Zum Kettenrad ist wenig zu sagen - Rad runter - Muttern auf - Kettenrad tauschen - Muttern wieder drauf - fertig!

41er Alu-Kettenrad

Eine bessere Lösung ist der Einsatz eines professionellen Kettenspanners wie hier z.B. von Gilles Tooling.



Kritischer ist da schon die exakte Ausrichtung des Hinterrades und das Kettenspannen! Hier sollte man sich ruhig ein wenig mehr Zeit nehmen denn eine nicht exakt laufende Kette verschleißt schneller, ist lauter und kann womöglich auch das Getriebe (Lager) in Mitleidenschaft ziehen.
Außerdem kann sich eine zu straff gespannte Kette auf die Fahreigenschaften auswirken und zu sehr unangenehmen Situationen führen!

Antriebsketten-Durchhang sollte 4-5cm betragen.
Anzugsdrehmoment für die Achsmutter beträgt 150 Nm.

Ketten-Schmierung: Ein viel diskutiertes Thema. Ich verwende Dry Lube (das Original - kein OEM Produkt!) und bin damit sehr zufrieden. Kaum bis keine Verschmutzungen - Empfehlenswert. Alle 4-500 km dünn nachsprühen - fertig.

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